Museum

 

Ballhaus am Schloss Wilhelmshöhe

König Jerome Bonapartes wurde 1808 als Hoftheater geplant. 1828 wurde unter Kurfürst Wilhelm  II. von Hessen-Kassel das historische Baudenkmal als Theater umgebaut und durch diverse Deckenmalereien eine festliche Note verliehen. Aufgrund der Neustrukturierung der Kassler Museumslandschaft soll der Bau ganzjährig zur Verfügung stehen. Durch die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen ist das Ballhaus zunächst geschlossen.

Brüder Grimm Museum in Kassel

Die seit 1959 bestehende Brüder Grimm-Gesellschaft e.V. hat sich zu einer Sammlung internationaler Reputation entwickelt.  Die Sammlung des Brüder Grimms Museum in Kassel umfasst Dokumente zu Werk und Leben der Brüder Wilhelm und Jacob Grimm. Die Kunstwerke in Kassel  nehmen Bezug auf das literarische, wissenschaftliche und politische Wirken der Brüder Grimm.

Im historischen Palais Bellevue befinden sich die Schauräume des Museums. Dieses wurde von Paul du Ry 1714 als Sternwarte für den hessischen Landgrafen Karl erbaut.

Caricatura – Galerie für komische Kunst am Kulturbahnhof

Die Galerie für Komische Kunst – CARICATURA – befindet sich im Kultur Bahnhof Kassel.

1994 gegründet, werden in der CARICATURA zu Kassel verschiedene temporäre Ausstellungen zu Karikatur, Komik und Cartoon veranstaltet. Die Querschnittsausstellungen CARICATURA I – V werden seit 1987 parallel zum Weltkunstereignis documenta in Kassel gezeigt und haben bereits bundesweite Anerkennung und Bekanntheit erlangt. Im zweimonatigem Wechsel werden Werkschauen und Sammelausstellungen einzelner Künstler aus dem Genre Komische Kunst veranstaltet.

Documenta Halle Kassel

1955 startete die documenta im vierjährigen, ab 1977 im fünfjährigen Rhythmus im Kassler Firdericianum und wurde schnell als die Weltausstellung für zeitgenössische Kunst bekannt. Zur documenta 9 1992 wurde der Neubau einer Ausstellungshalle beschlossen. Vorab hatte der Entwurf der Architekten Jourdan und Müller gewonnen.

Parallel zum Staatstheater Kassel ist ein multifunktional nutzbarer Gebäudekomplex entstanden, der unterschiedliche Ausstellungsflächen unterschiedlicher Qualität und Größe bietet.

Die primär verwendeten Materialien Glas, Stahl und Beton mögen dem geneigten Betrachter zunächst etwas reduziert und unterkühlt erscheinen, doch bietet genau diese Kombination der Veranstaltung Dokumenta und den Exponaten den richtigen Freiraum zur Entfaltung.

Künstler Nekropole Kassel

Im Habichtswald am Stadtrand von Kassel befindet sich die Künstler-Nekropole. In kurzer Distanz liegt auch der Bergpark Wilhelmshöhe. Künstler von „documenta-Rang“ erbauten  zu Lebzeiten ihre eigenen Grabmäler rund um den Blauen See, einem stillgelegten Steinbruch. Ziel ist es, sich dort auch bestatten lassen.

An der Zahl sind insgesamt 40 Grabstätten geplant. Mit der Auflage, dass die Grabmäler sich selbst überlassen bleiben und das Landschaftsschutzgebiet nicht gestört wird.

Kritikern trotzend definiert Harry Kramer das Projekt Nekropole als eine neue Form für Kunst im öffentlichen Raum und nicht als elitären Friedhof für Künstler. Selbst wurde er dort 1997 anonym begraben, da er auf ein Grabmal in der Nekropole verzichtet hat. Finanziert wird die Nekropole durch eine Stiftung, die aus dem Privatvermögen Harry Kramers hervorgeht.

Schloss Wilhelmshöhe

Im Jahr 1786 entstand, eingebettet in das Gesamtkunstwerk Park Wilhelmshöhe, in mehreren Etappen das Schloss Wilhelmshöhe. Der würdevolle und erhabene Charakter des Parks sollte eine markante bauliche Entsprechung finden. Das alte Jagdschloss musste dem barocken Herkules-Monument und den Kaskaden, dem Schlossneubau zu Gunsten, weichen.

1945 wurde der Mitteltrakt des Schlosses durch eine Bombe zerstört. Bis 1968 mussten die Bürger von Kassel warten, damit die Gebäude wiederaufgebaut und ihrer neuen Nutzung als Kunstmuseum umgestaltet wurden.

1994 musste das Schloss aufgrund von Baumängeln geschlossen werden. Im Jahr 2000 wurde das Schloss Wilhelmshöhe neu eröffnet werden.  Mit einer grundlegenden Neuorganisation der Ausstellungsräume nach Plänen des Münchner Architekten Stephan Braunfels .

Neue Galerie zu Kassel

An der Karlsaue entstand zwischen 1871 und 1877ein Museumsgebäude, in dem die  Gemäldesammlung Alte Meister ihren Platz fanden. Auch die Alte Galerie ereilte das selbe Schicksal wie die anderen Bauten der Kasseler Kulturlandschaft. 1962 wurde der Neubau beschlossen und die Namensänderung in die Neue Galerie. Dem Konzept entsprechend wird Malerei und Palstiken von 1750 bis zur Gegenwart gezeigt.